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Unterrichtsinhalte

KiSS-Unterricht

Jede Unterrichtsstunde beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit einem Thema (Beispiele unten), enthält aber auch immer viele Anregungen und Bewegungsmöglichkeiten aus anderen Themenbereichen, so dass für jedes Kind etwas dabei ist, was gefällt, Spaß macht und man „toll kann“, auch wenn einem der momentane Inhalt nicht besonders liegt! Vor allem bei den Kleinen ist ein fester Rahmen der Turnstunde wichtig. Anfang und Ende werden mit Sing- und Bewegungsliedern gestaltet.

Windelflitzer- und Purzelkinder-Themenstunden

für unsere Kleinen

  • Materialgewöhnung - Spielen und Arbeiten mit Kleingeräten
  • Mein Körper / „was ich alles kann“ - Körper wahrnehmen, spüren, erfahren, kennenlernen, Körperteile finden und benennen, bewegen und in Stellung bringen
  • Anregung zur Bewegungsentwicklung - neue Fingerspiele, Kniereiter, Bewegungslieder
  • Bewegungslandschaften für Minis - vielfache Möglichkeiten der Fortbewegung üben, Erklettern und Erklimmen, Hängen, Rollen, Balancieren…
  • Turnen an Geräten- schon früh können Grundformen des Gerätturnens erprobt und erlernt werden
  • Tanzen - gemeinsames Bewegen und Erleben mit Musik zum Teil mit Handgeräten, Instrumenten
  • Entspannung - verschiedene Massagetechniken und zur Ruhe kommen
  • Erstes Lernen durch Bewegung - Zahlen und Zählen, Farben, Tempi, Richtungen, Sortieren, Größen, etc.
  • Kleingeräte- Spielen und Turnen mit Bällen, Tüchern, Keulen, Würfel, Bänder und sonstigen Materialien
  • Spiele - Einführung in leichtes Regelwerk, gemeinsames Tun
  • Gemeinsames Erleben - „meine Mama/Papa/Oma und ich“, Spiele zu zweit
  • Alltagsmaterialien- Spiele und Aufgaben mit Wäscheklammern, Zeitungen, Korken, etc. Ideen für Zuhause
  • Hören und Tun - Stop ist Stop, Aufgaben erfüllen und Anweisungen befolgen
  • Teilen, Anfassen, Rücksicht nehmen - ich bin in einer Gruppe: soziales Handeln, Fairness, Gerechtigkeit und exekutive Fähigkeiten
  • Danke und Bitte - Geben und Nehmen, Tauschen

…und vieles mehr!

Die Größeren: Themenstunden – TunTaKis und PowerKids

  • Fußgymnastik- gesunde Füße sind das Fundament für eine gute Haltung
  • Bewegungslandschaften- Erfahrungen sammeln, Bewegungsvarianten austesten, sich überwinden, Ausprobieren
  • Ballschule – Werfen/Fangen, Prellen etc., Umgang mit dem Ball, kleine Ballspiele, Einführung in große Ballspiele
  • Slackline - Balancieren fördert die Koordination, Differenzierung und Kopplungsfähigkeit, verbessert die Konzentrationsfähigkeit
  • Mathematik in der Turnhalle - Zahlen und Rechnen im Bewegungsspiel, Einmaleins getanzt und spielerisch umgesetzt
  • Sprachschule in der Turnhalle- Polyrhythmus und Polymetrik werden in Bewegungsspielen verbal umgesetzt
  • Fremdsprachen in der Turnhalle - Bewegungsaufgaben und -Spiele, sowie Tänze in/auf englisch oder anderen Fremdsprachen
  • Geräteturnen - Reck, Barren, Boden, Sprung, Ringe
  • „Fremde Sportarten“ - Hallenhockey, Faustball, Minigolf, Baseball, Indika, WikingerSchach, etc
  • Leichthletik - Heranführen an verschiedene Disziplinen, Vorbereitung BJSpiele (Schule)
  • Rope Skipping - trendiges Seilhüpfen fördert Koordination und verbessert Ausdauer
  • Straßenspiele - Hüpfspiele, Staffeln, Lauf- und Fangspiele und Ideen für Zuhause
  • Kraft - Spiele für Kinder - spielerisches Training zur Kräftigung des Rumpfes
  • Sensomotorik - Übungen für Körper und Geist, Zusammenspiel von Körper und Sinnen
  • Ball-Drums for Kids - Rhythmusschulung und Spaß beim Trommeln auf dem Pezziball
  • Ringen und Raufen – Kräfte messen und dosiert einsetzen im „Nahkampf“, Regeln und Rücksicht, Verlieren lernen, das Spiel ist das Ziel
  • Western-Dance + Line-Dance und ZUMBA- einfache Schrittkombis, Tanzen im Raum
  • Mini-Tramp, Boosterboard, Großtrampolin- Springen, Hüpfen und Turnen am Trampolin
  • Fitness und Krafttraining für Kids- Ausdauer und gemäßigtes gezieltes Auftrainieren von abgeschwächten Muskeln im Spiel
  • Dehnen- Kennenlernen der Muskeln und Ausgangsstellungen, Beweglichkeitsverbesserung
  • Rückenschule- spielerisches Training für einen gesunden aufrechten Rücken
  • Pilates und Yoga – ruhige Übungen mit Atemtechnik zur Verbesserung von (innerer und äußerer) Haltung
  • SportStacking- geschicktes Becherstapeln zur Verbesserung der Gehirnfunktion und Reaktionsgeschwindigkeit
  • Airtrack- beschwingtes Bewegen und Turnen auf der Bahn
  • Waveboard- Geschicklichkeit und Koordination auf 2 Rollen
  • Parkouring- geschicktes Überwinden von Hindernissen und Fallschule

…und vieles mehr!

Die konkrete Jahresplanung der Themen in den Kursen wird im ersten Quartal jeweils in der Jahreshauptversammlung von der KiSS-Leitung vorgestellt. Regelmäßig wird im Mitteilungsblatt Haigerloch über aktuelle Themen berichtet.

Beschreibung des Lehrplans

Eine frühe motorische Förderung von Kindern, die zunächst in der Bereitstellung von Bewegungsräumen, Erlebnis- und Erfahrungswelten besteht, beeinflusst die motorische Entwicklung eines jeden Menschen positiv. Die Grundlagen für das spätere Bewegungsverhalten werden bereits gelegt, sobald Kinder laufen lernen. Deswegen ist es Aufgabe der motorischen Früherziehung, möglichst in gemischten Gruppen mit einem vielseitigem und breit gefächertem Angebot Erlebnisse und Erfahrungen zu ermöglichen, sowie Voraussetzungen für eine optimale Entwicklung zu schaffen. Diese „professionelle“ Variante des herkömmlichen Kinderturnens kann durch ein erweitertes und alle Sportarten übergreifendes allgemein orientiertes Bewegungsprogramm herkömmliche Angebote ergänzen und erweitern. Auf diese Weise werden Sport- und Betreuungsangebote für Kinder vertieft. Das Besondere an der Vorgehensweise dieses selbst entwickelten Lehrplans ist die Ganzheitlichkeit, mit der ein jedes Kind in seiner individuellen Entwicklungsstufe empfangen und weiter begleitet wird. Dabei wird beispielsweise bei den Kleinsten (Zweijährigen) versucht, den Kindern zu erleichtern sich „von Mamas führender Hand“ zu lösen und die ersten eigenen Bewegungsabenteuer alleine zu bestehen, um Erfolgserlebnisse zu sammeln und ein Selbstwertgefühl zu entwickeln. Farben und Zahlen werden spielerisch gelernt, indem sie bei Bewegungsspielen thematisiert werden. Körperteile werden besungen, verschiedene Rhythmen getanzt. Altersgemäß steigern sich Bewegungsaufgaben und Fördermethoden: z.B. Zungenbrecher werden aufgesagt beim Balancieren, Rechenaufgaben gelöst beim Klettern, etc.

Unterrichtsform:
überwiegend erlebnispädagogisch und unter psychomotorischen Aspekten.

Wichtig: Querverweise mit einheitlichen Messparametern einzelner Kinder untereinander finden keine Anwendung. Um Leistungsverbesserungen visualisierbar zu machen, ist nur eine intraindividuelle Messung (Einzelnes Kind mit Leistung heute im Vergleich zur Leistung vorher) zulässig. Wettkampfformen sind frühestens ab Ausbildungsstufe 2 (7-8 Jahren) üblich. Bis dahin ist jeder Spieler einer Mannschaft Sieger und Verlierer. Die Favorisierung der Teamleistung unabhängig vom Spielausgang zählt. Motorische Früherziehung formt die Persönlichkeit der Kinder, weil sich die Kleinen in der Gruppe mit anderen auseinandersetzen und Kompromisse eingehen müssen. Spielerisch wird gelernt Regeln und gesellschaftliche Normen zu beachten. So werden die Kinder im sozialen und im kognitiven Bereich geschult.

Die Verantwortung jedes Teilnehmers für einen erfolgreichen Stundenablauf ist ein wichtiger Baustein. Bewegungsangebote sollen nicht nur konsumiert werden. Um Mitverantwortung für Menschen und Material in ihrer Umgebung zu erlernen, ist eine aktive Mitgestaltung (inhaltlich und organisatorisch) des Unterrichts wichtig. „Miteinander Spaß haben und auf andere Rücksicht nehmen“ lautet die Regel.

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